Vom 18. bis 20. September 2025 geht das SunIce Festival in Ascona in die zweite Runde – ein Event, das elektronische Musik, mediterranes Flair und Festivalvibes am Lago Maggiore vereint. Was in St. Moritz 2022 mit einer spektakulären Winteredition seinen Anfang nahm, war von Beginn an als ganzjähriges Erlebnis gedacht – deshalb auch der Name SunIce. Inzwischen ist das Winterfestival in den Bergen fest im Schweizer Eventkalender verankert – und mit der Sommerausgabe in Ascona wächst das Konzept weiter. Diesen Sommer werden unter anderem die international bekannten Acts Hugel, Lilly Palmer und Levi auflegen und für unvergessliche Stimmung sorgen. Für das diesjährige SUMMERTIMES Ascona Locarno Magazin haben wir mit Loris Moser, CEO und Co-Founder des Festivals, über den rasanten Erfolg, seine persönlichen Highlights und die Zukunftsvisionen von SunIce gesprochen.
Loris, im April 2022 fand das erste SunIce Festival überhaupt statt, in St. Moritz. Seither habt ihr im Winter in St. Moritz bereits vier Festivals durchführen können und habt SunIce erweitert: im 2024 fand das erste SunIce Ascona im September statt. Ihr deckt mit eurem Festival nun sowohl den Winter als auch den Sommer ab, das ist bemerkenswert. Was hat euch dazu bewegt, auch ein Festival im Sommer durchzuführen und war das schon immer der Plan?
Ja, absolut. Der Name sagt’s eigentlich schon: SunIce war von Anfang an als Ganzjahreskonzept gedacht – mit Eis im Winter und Sonne im Sommer. Wir wollten unseren Gästen nicht nur ein Event bieten, sondern ein Erlebnis, das sie durchs Jahr begleitet. Die Nachfrage, das Feedback aus der Community, unser eigener Anspruch: All das hat uns nach Ascona geführt. Wir wollten diesen Vibe auch im Sommer fühlbar machen.

Wieso habt ihr euch für die Destination Ascona entschieden?
Ascona ist das perfekte Pendant zu St. Moritz – stilvoll, mediterran, eingebettet in eine atemberaubende Landschaft und einer der Lieblingsorte der Schweizer, wenn’s um den Wochenendausflug geht. Die Naturelemente spielen für uns eine zentrale Rolle: Die Berge bleiben bestehen – den Schnee tauschen wir gegen Wasser. Damit bleiben wir unserer DNA treu, verbinden Winter und Sommer, Eis und Sonne – und schaffen ein ganzjähriges Erlebnis mit alpinem Herzschlag.
Welche Highlights erwarten uns in der 2025er-Ausgabe in Ascona? Gibt es neue Konzepte oder besondere Showelemente, die ihr dort ausprobiert?
Definitiv. 2025 bringen wir neue Bühnenkonzepte, immersive Lichtkunst und ein komplett neu gedachtes Festivalgelände. Mehr Experience, mehr Emotionen, mehr Gänsehaut. Und ja – ein paar Überraschungen lassen wir noch unter dem Radar…

Wie unterscheidet sich das Publikum in Ascona vomjenigen in St. Moritz? Gibt es Unterschiede in der Musikrichtung, dem Vibe oder dem internationalen Einfluss?
Ascona bringt eine ganz eigene Atmosphäre – mediterran, entspannt, mit starkem Bezug zur Region. Gleichzeitig zieht es viele aus Zürich und der Deutschschweiz an, die lieber im Sommer feiern. Rund 40 % unserer Gäste aus St. Moritz kommen auch nach Ascona – ein schöner Beweis für die Stärke unserer Community. Dazu erreichen wir neu das Tessin und natürlich auch Italien. Musikalisch setzen wir in Ascona verstärkt auf Tech House und Afro House, während St. Moritz etwas elektronischer und schneller unterwegs ist. Unsere Gäste finden sich in beiden Festivals musikalisch wieder – nur mit unterschiedlicher Gewichtung je nach Destination.

Wie arbeitet ihr mit den lokalen Leistungsträgern in Ascona zusammen – sei es mit Behörden, Gastronomie oder Tourismus?
Partnerschaftlich. Die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern ist für uns zentral. Man spürt, dass echtes Interesse da ist, junge Leute ins Tessin zu holen und gleichzeitig der lokalen Bevölkerung etwas zurückzugeben. Dieses gemeinsame Ziel macht vieles möglich – und lässt uns gemeinsam etwas Nachhaltiges aufbauen. Wir stehen im engen Austausch mit Tourismus, Behörden und lokalen Unternehmen – und erhalten dabei viel Unterstützung, was uns riesig freut.
Mit internationalen Top-Acts und eindrucksvollen Locations habt ihr hohe Massstäbe gesetzt. Wie schafft ihr es, jedes Jahr noch einen draufzusetzen und den Erwartungen eures Publikums gerecht zu werden oder diese sogar zu übertreffen?
Weil wir lieben, was wir tun – und wissen, dass da noch mehr geht. Wir geben uns nie mit dem Status quo zufrieden. Wir investieren ins Team, wachsen gemeinsam und behalten diese Startup-Mentalität: ausprobieren, weiterdenken, nicht aufgeben. Klar gibt’s Herausforderungen – aber genau das treibt uns an.
SunIce ist mehr als nur Musik – es geht auch um Lifestyle, Community und Erlebnisse.

Was für eine Atmosphäre wollt ihr euren Besucherinnen und Besuchern bieten?
Bei SunIce ging es von Anfang an um mehr als nur Musik. Wir wollen unseren Gästen ein ganzheitliches Erlebnis bieten – vom Hotel bis zum Gelände, vom ersten Kaffee bis zum letzten Drop. Es soll sich wie ein Kurzurlaub anfühlen, bei dem alles ineinandergreift. Mit zwei Standorten können wir dieses Gefühl jetzt auf zwei Jahreszeiten ausweiten – doppelt feiern, doppelt erleben.
Was macht das SunIce Festival deiner Meinung nach einzigartig im Vergleich zu anderen Festivals in Europa?
Die Mischung. Location, Ästhetik, Community – und unser Anspruch, nicht nur ein Festival, sondern eine Experience zu gestalten. Es ist wie ein verlängertes Wochenende mit deinen besten Freund:innen – nur mit besserem Sound.
Was sind aktuell die grössten Herausforderungen für dich und dein Team?
Wachstum managen. SunIce wird grösser – und mit zwei Standorten spürt das natürlich auch das Team. Klar, wir sind eingespielter denn je, aber es bedeutet auch: mehr Arbeit, weniger Pausen, ständig im Takt. Gleichzeitig schweisst uns genau das noch enger zusammen. Wir ziehen alle am gleichen Strang – und genau das wird man auch in den nächsten Ausgaben an der Qualität von SunIce spüren.

Wagen wir nun noch einen Blick in die Zukunft: Wo siehst du SunIce in 5 Jahren?
Unter den Top 5 Festivals Europas – wenn’s um Destination, Ästhetik und Experience geht. Wir glauben an das, was wir tun, und daran, dass wir etwas schaffen, das bleibt. Und wer weiss – vielleicht kommt ja noch ein dritter Standort dazu…
Was war dein persönlicher Gänsehaut-Moment vom SunIce, ob in St. Moritz oder Ascona?
Für mich sind es die Momente, in denen ich mit meiner Familie gemeinsam vor der Bühne stehe und wir uns einen Act anschauen. So gross das alles inzwischen ist – genau dann wird mir bewusst, was wir über all die Jahre aufgebaut haben. Diese Augenblicke mit ihnen zu teilen, macht mich jedes Mal ein bisschen stolz.
«Wir investieren ins Team, wachsen gemeinsam und behalten diese Startup-Mentalität: ausprobieren,
weiterdenken, nicht aufgeben.»
Loris Moser

