Appenzeller Huus ist GaultMillau «Hotel des Jahres 2027»

von Malin Müller, Geschäftsleiterin und Chefredaktorin QUALITYTIMES

Ein sommerlicher Mittag, fröhliche Stimmung, Alphornklänge in der Luft und mittendrin ein Who’s-who der Schweizer Hotellerie: So habe ich die Verleihung des GaultMillau «Hotel des Jahres 2027» im Appenzeller Huus erlebt.

Es ist einer der bedeutendsten Anlässe im Schweizer Hotellerie-Kalender: GaultMillau kürt das «Hotel des Jahres». 2027 geht die Auszeichnung an ein Haus, das Tradition und Moderne wie kaum ein anderes miteinander verbindet: das Appenzeller Huus in Gonten.

Die Atmosphäre an diesem besagten Montagmittag war schlicht stimmig: sommerlich, fröhlich, unkompliziert. Zahlreiche Hoteliers früherer Preisträger-Häuser reisten an, darunter Richard Leuenberger, Managing Director Badrutt’s Palace, Dominik Reiner, Hoteldirektor Mandarin Oriental Savoy, Markus Granelli, General Manager The Dolder Grand sowie Fabi und Simon V. Jenny vom Castello del Sole. Fast schon eine Klassenzusammenkunft der Schweizer Top-Hotellerie. Feine Apéro-Häppchen, Alphornklänge und ein ausgezeichneter Flying Lunch rundeten den Rahmen ab. Sven Epiney führte gewohnt sympathisch durch die Feier.

Die Auszeichnung

Beim ersten Besuch der Jury überzeugte das Appenzeller Huus vor allem mit seinen liebevoll gestalteten Zimmern, den hochwertigen Materialien und dem grosszügigen Holistic Spa. «Die Küche allein hätte für den Titel damals noch nicht gereicht», meint Urs Heller, bis Küchenchef Michael Gollenz ins Spiel kam. Der gebürtige Österreicher wechselte erst vor sechs Monaten aus Kroatien (wo er 17 Punkte und einen Michelin-Stern hielt) nach Gonten und überarbeitete sämtliche Speisekarten des Hauses. Das Ergebnis: 16 GaultMillau-Punkte innert kürzester Zeit. GaultMillau-Chef Urs Heller sieht darin erst den Anfang und erwartet in Zukunft noch mehr von der Küche. Die 16 Punkte für die Küche kann ich nach dem Flying Lunch nur bestätigen, mit einem kleinen Augenzwinkern würde ich sagen: durchaus verdient.

Das Haus: Drei Gebäude, eine Geschichte

Das Appenzeller Huus in Gonten ist mehr als ein einzelnes Hotel. Es ist ein Ensemble aus drei miteinander verbundenen Häusern, die je eine eigene Geschichte erzählen. Den Ursprung bildet das Huus Bären, ein Gasthaus mit über 400-jähriger Tradition, das bereits 1602 seine Türen öffnete und zu den ältesten Gebäuden Gontens zählt. Direkt daneben verbindet das Huus Löwen Appenzeller Tradition mit zeitgemässem Hotelkomfort. Und mit dem 2025 eröffneten Huus Quell kommt das jüngste und zugleich ambitionierteste Kapitel hinzu: ein 5-Sterne-Superior-Haus, das als Flaggschiff des Resorts gilt.

Alle drei Häuser sind konsequent in traditioneller Appenzeller Holzstrickbauweise erbaut, das Huus Quell nach Angaben des Betreibers sogar vollständig aus Mondholz, wofür Eigentümer Jan Schoch eigens eine regionale Wertschöpfungskette wiederaufgebaut hat. Herausgekommen ist ein Ort, an dem sich jahrhundertealtes Handwerk und zeitgenössisches Design nicht widersprechen, sondern ergänzen.

Auf rund 2’200 Quadratmetern erstreckt sich ein Wellnessbereich mit mehreren Pools, dazu kommt einer der grössten Weinkeller der Ostschweiz. Kulinarisch und architektonisch ein Statement für die Region Appenzellerland.

Weinkeller im Huus Quell des Appenzeller Huus

Meine Eindrücke vor Ort

Was diesen Mittag besonders gemacht hat, war die spürbare Freude im ganzen Haus: Jan Schoch und Hoteldirektorin Alexa Viola Stoschek waren sichtlich überglücklich und stolz auf ihr gesamtes Team, das zu dieser Auszeichnung beigetragen hat. Diese Begeisterung war nicht gespielt, sondern hat den ganzen Anlass getragen. Und ein persönliches Highlight von mir war natürlich das traditionelle Talerschwingen gemeinsam mit Sven Epiney.

Bei meinem ersten Besuch im Haus – das war damals noch kurz vor der Eröffnung im Oktober 2025 – hatte ich übrigens Gelegenheit, den kompletten «L3 – Long Lasting Lifestyle Circle» zu durchlaufen, das Longevity-Konzept des Hauses mit Infrarotkabine, Ganzkörper-Cryo-Anwendung (minus 110 Grad!) und Flow-Anwendung. Inklusive Kältekammer, eine Erfahrung, die ich nur empfehlen kann und die zeigt, wie ernst es dem Appenzeller Huus mit dem Thema Longevity ist.

Hier findest du den Beitrag zu meinem ersten Besuch im Appenzeller Huus

Fazit

Das Appenzeller Huus ist für mich ein aussergewöhnliches Produkt: drei Häuser, die zusammen eine stimmige Geschichte erzählen, durchgehend hochwertig umgesetzt. Mit dem Holistic Spa setzt das Haus zudem beim Thema Longevity einen neuen Standard in der Schweizer Hotellerie.

Wir gratulieren dem gesamten Team des Appenzeller Huus zu dieser verdienten Auszeichnung und freuen uns, dieses aussergewöhnliche Haus auch weiterhin auf QUALITYTIMES zu begleiten.

FAQ: Appenzeller Huus «Hotel des Jahres 2027»

Warum wurde das Appenzeller Huus zum GaultMillau «Hotel des Jahres 2027» gekürt?

Die Jury überzeugten insbesondere die liebevoll gestalteten Zimmer, die hochwertigen Materialien und der grosszügige Holistic Spa. Den Ausschlag gab zusätzlich die kulinarische Weiterentwicklung unter Küchenchef Michael Gollenz, der innert weniger Monate 16 GaultMillau-Punkte erkochte.

Aus wie vielen Häusern besteht das Appenzeller Huus?

Das Resort besteht aus drei miteinander verbundenen Häusern: dem historischen Huus Bären (3 Sterne), dem Huus Löwen (4 Sterne) und dem 2025 eröffneten Huus Quell (5 Sterne Superior), dem Flaggschiff des Resorts.

Was ist der «L3 – Long Lasting Lifestyle Circle»?

Der L3 Circle ist das Longevity-Konzept des Huus Quell Spa und basiert auf drei Schritten – Aktivieren, Regenerieren, Transformieren. Er kombiniert Hightech-Anwendungen wie MCS-Infrarotkabine und Ganzkörper-Cryo (minus 110 Grad) mit klassischen Wellnessmethoden.

Wer leitet das Appenzeller Huus?

Eigentümer Jan Schoch führt das Resort seit Ende 2025 selbst als General Manager, unterstützt von Hoteldirektorin Alexa Viola Stoschek.

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